Holzblasinstrumente

Je nach Benutzungsintensität und aufgewendeter Pflege kann der Revisionsintervall bei einem Holzblasinstrument stark varieren. Nach diversen kleineren Servicearbeiten muss ca. alle 6 Jahre ein Holzblasinstrument einer Totalrevision unterzogen werden. Grund dafür sind meist die über Jahre stark abgenutzten Polster. Lederpolster werden mit der Zeit hart und spröde. Sind dann undicht und verursachen starke Aufschlaggeräusche. Fischhautpolster bei Klarinetten und Querflöten "blasen" sich auf oder werden ebenfalls hart und verunmöglichen das gleichmässige schliessen am Tonloch.
Auch die Mechanik verschleisst und erhält dadurch Spiel. Laute Geräusche der Klappen können zudem störend wirken und die Geschmeidigkeit des Klappenaufgangs geht verloren.
Durch den Speichel laugt das Holz von Klarinetten und Oboen mit der Zeit aus. Im Holz können sich dadurch Risse bilden. Deshalb sollte ein Holzkorpus alle paar Jahre Ultraschallgereinigt und frisch geölt werden. Das Silber der Klappen oder eiens Flötenkorpus oxidiert. Dies kann eine bräunlich bis schwarze Verfärbung ergeben. Obwohl dies keine funktionalen Aspekte hervorurft, wird bei einer Generalrevision alles poliert und im Silberbad gereinigt.

 

Blechblasinstrumente

Man unterscheidet zwischen lackierten und versilberten Instrumenten. Ab und zu werden Instrumente oder Teile davon auch vergoldet.Diese veredelung (lack, silber, gold) dient in erster Linie dazu, dass das Grundmaterial - meist Messing oder Goldmessing - nicht in Verbindung mit dem Sauerstoff in unserer Luft oxidiert und dadurch dunkel anläuft. Instrumente welche versilbert oder vergoldet sind haben keinen Lacküberzug. Durch mechanische Verletzungen (Kratzer oder Beulen) wird die Lack- oder Silberschicht aufgetrennt und der Schutz für ds Messing geht an dieser Stelle verloren. Dies ergibt nicht nur eine Verfärbung sondern bringt auch durch einen unangenehemen Geruch hervor. Um das weitere abblättern des Lackes zu verhindern sollte das Instrument im Rahmen einer Revision neu lackiert werden. Da einzelne Stellen nicht neulackiert werden können, muss der komplette Korpus oder die einzelnen Züge am Stück bearbeitet werden.